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Beschreibung...
Das bundesweit, bisher einmalige, interdisziplinär arbeitende Projekt „Schnecke“, startete im Februar 2007 im Schulamtsbezirk des Staatlichen Schulamtes für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg. Das Projekt „Schnecke“ (Schnecke nach dem gleichnamigen Teil des Innenohres) befasst sich mit drei Wahrnehmungssystemen, die in engem Zusammenhang stehen und für das Lernen und Leisten des Menschen große Bedeutung haben.
  • Hören und Lärmprävention
  • Sehen
  • Gleichgewicht.
Es ist aus der Notwendigkeit entstanden, Wahrnehmungsauffälligkeiten und Wahrnehmungsschwierigkeiten entgegen zu treten, Gesundheit zu erhalten und Lernen zu fördern.
  • Gesundheit und schulische Leistungen sind grundlegend für die spätere berufliche und soziale Situation eines Menschen.
  • Je früher Gleichgewichtsschwierigkeiten, Seh- und Hörschwächen erkannt werden, desto besser sind die Möglichkeiten pädagogisch und medizinisch Angebote zu nutzen.
  • Schon einfache Seh- Hör- und Gleichgewichtstests können Aufschluss über evtl. Behandlungsbedarf geben. Sie geben weiterhin Aufschluss über präventive und begleitende pädagogische Maßnahmen.
Initiiert wurde das Projekt von Dr. Jörg Silberzahn, HNO-Arzt in Aßlar, Projektleitung Dorothea Beigel, Projektbüro Schule & Gesundheit des Staatlichen Schulamtes in Weilburg, Evaluation Prof. Dr. med. Eckhardt Hofmann, Hochschule Aalen, Studiengang Augenoptik und Hörakustik. Von April bis Juli 2007 fanden in zehn Schulen Screenings im Bereich Hören-Sehen-Gleichgewicht statt. Insgesamt 3482 Personen, Schülerinnen und Schüler (3338) und Lehrerinnen und Lehrer, Hausmeister, Sekretärinnen, Busfahrer, Reinigungskräfte (144) nahmen an schriftlichen Befragungen zu Hör- und Sehgewohnheiten sowie an Untersuchungen des Hörens, Sehens und des Gleichgewichts teil.
Nachhall- und Lärmpegelmessungen fanden in allen Räumen in Kooperation mit dem Lahn-Dill-Kreis (Schulträger) und dem hessischen Landesamt für Umwelt und Ökologie statt.
Im Rahmen der Prävention und Unterstützung wurden zudem:
  • die individuellen Daten im Hessischen Wahrnehmungspass vermerkt
  • die Weiterbildung von Lärmscouts erarbeitet und erprobt
  • Elternabende und Öffentlichkeitsveranstaltungen durchgeführt
  • erste pädagogische Maßnahmen (Einsatz von Lärmampeln, Sound Ears, Hör-Koffern, Ausstattung der Klassenzimmer, Einsatz des Hörclowns) in Angriff genommen
  • die erste interdisziplinäre Fachtagung zum Themengebiet durchgeführt
Unterstützt wird das Projekt vom Hessischen Kultusministerium, Arbeitsgebiet Schule & Gesundheit, Hessischen Ministeriums für Umwelt, ländlichen, Raum und Verbraucherschutz und der BKK, Landesverband HessenErste Evaluationsergebnisse wurden der Öffentlichkeit im Herbst 2007 vorgestellt.
Schwerpunkt: „Gleiche Chancen für alle?“ Zusammenhang Sensorium und soziales Umfeld.
Weitere Ergebnisse werden im Dezember 2007 und im Frühjahr 2008 veröffentlicht.Pädagogische Maßnahmen werden in Zusammenarbeit mit der Universität Hannover, Fachbereich Sonderpädagogische Psychologie, Dr. Christina Reichenbach erarbeitet.

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